Freitag, 14.08.2020

Mahnen und Vollstrecken


Obwohl die allermeisten Buchhaltungs- und Warenwirtschaftsprogramme automatisierte Mahnläufe anbieten, stehen viele Unternehmer immer wieder vor der Frage: Wie komme ich denn nun an mein Geld?
Wenn nach der berühmten "letzten Mahnung" den Worten nun Taten folgen sollen, sind wir für Sie da. Ein Anwaltsbrief zeigt den Schuldnern die Folgen weiteren Zahlungsverzugs und dessen Kosten. Folgt dann immer noch kein Geldeingang, sind wir für Sie im gerichtlichen Verfahren da, bis zur Beauftragung des Gerichtsvollziehers.

Im Zuge der Modernisierung des Zwangsvollstreckungsrechts wurde ab 01.01.2013 die Erlangung von Informationen über den Schuldner zur Beitreibung titulierter Forderungen in der Zwangsvollstreckung für den Gläubiger erleichtert. Der Gläubiger soll zukünftig frühzeitiger und schneller innerhalb eines Zwangsvollstreckungsverfahrens an relevante Informationen über die Vermögensverhältnisse des Schuldners gelangen können, als dies nach der bis zum 31.12.2012 geltenden Rechtslage der Fall war.
Insbesondere bedarf es nach der neuen Rechtslage nicht mehr mindestens eines kostenträchtigen und erfolglosen Pfändungsversuchs beim Schuldner, um diesen erst anschließend zu einer Auskunft über seine Vermögensverhältnisse zwingen zu können. Die Information über die Vermögensverhältnisse des Schuldners können nach neuer Rechtslage nun bereits vor Einleitung einer konkreten Beitreibungsmaßnahme über den Gerichtsvollzieher erlangt werden. Davon profitieren die Gläubiger, die somit in einem frühen Verfahrensstadium bereits eine solide Entscheidungsbasis erhalten, ob und in welchem Umfang sich eine Beitreibungsmaßnahme für sie lohnen kann.
Nach neuem Recht ist der Gläubiger außerdem bei der Erlangung der Vermögensauskunft des Schuldners nicht mehr nur auf die (in der Praxis oft unvollständige oder unrichtige) Eigenauskunft des Schuldners angewiesen, sondern kann derartige Informationen nach neuer Rechtslage über den zuständigen Gerichtsvollzieher nun unter bestimmten Voraussetzungen auch über Fremdauskünfte (z.B. bei Rentenversicherungsträger, Kraftfahrt-Bundesamt, Bundeszentralamt für Steuern) erlangen.
Das Verfahren soll so für die Gläubiger somit also insgesamt effizienter, schneller und kostensparender werden.

Dank frühzeitiger umfassender Fortbildung sind wir exzellent vorbereitet und unterstützen Sie gerne bei der Beitreibung Ihrer Forderungen!

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